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Symptom Design

Design ist heute mehr denn je Symptom der Gegenwartskultur. Design spannt alles und jeden in ein dichtes Netz von Bedeutungen und mehr oder weniger subtilen Beziehungen. Im Design zeigt sich die Gesellschaft, wie sie ist, aber auch wie sie sein will; es zeigen sich im Design die Wünsche, Begierden und unterdrückten Sehsüchte nicht weniger als die Neurosen und psychologischen Abgründigkeiten einer Gesellschaft. Die Frage ist: Was genau zeigt sich im Design? Und wie zeigt es sich? Wie können wir die Botschaft des Designs verstehen? Wie überhaupt wirken die Zeichen in unserer schnellen, zumeist automatisierten Alltagswahrnehmung? Spricht es überhaupt oder macht etwa das Spezifische des Designs aus, dass wir allein durch dieses emotional mit der Welt in Beziehung treten können? Die internationale Konferenz Symptom Design: Dinge, Zeichen und ihre Wirkungen stellt die Frage nach dem Zeigen und Sich-Zeigen in den Objekten, nach dem Verhältnis von Dingen, Zeichen und ihren Wirkungen. Eingeladen sind international renommierte Designer, Philosophen, Design-, Kunst- und Architekturtheoretiker, die aus der Perspektive ihrer jeweiligen Disziplinen die Frage nach Zeichenhaftigkeit und Wirkung der Dinge im Alltag stellen. Design, Kunst, Architektur und Städtebau stehen dabei im Zentrum. Fakultät für Design und Künste der freien Universität Bolzano-Bozen – in Kooperation mit Architekturtheorie.eu.

Symptom Design / Claus Dreyer / Architektonische Zeichen und ihre Bedeutungen

Die Analyse und Interpretation von Zeichen, -komplexen und -prozessen in Kommunikationszusammenhängen aller Art ist Gegenstand der semiotischen Forschung, und in der semiotischen Beschäftigung mit der Architektur nimmt die Analyse und Interpretation von architektonischen Elementen, Situationen und Objekten eine demgemäß zentrale Rolle ein. Auch wenn die Theorie der Interpretation dabei oft stärker im Vordergrund steht als […]

Symptom Design / Gert Selle / Ding, Halb-Ding, Nicht-Ding, In-Ding, Über-Ding

Es ist unvermeidlich, unter Design nicht nur die zeichenhaft wirksame Gestalt von Produkten, sondern auch die unsichtbare Formierung von Erfahrungsprofilen ihrer Nutzer zu verstehen. Es gibt sowohl sichtbares und unsichtbares Design am Objekt als auch sichtbares und unsichtbares Design am Gebraucher. Das ist die Ausgangsthese. Sie schafft einen Rahmen für Überlegungen, mit deren Hilfe man […]

Symptom Design / Uwe Wirth / Zwischen Symptom und Signal: Derridas Spurbegriff mit Pierce gelesen

In meinem Vortrag soll es darum gehen, eine pragmatischsemiotische Lesart des Spurbegriffs zu entwickeln, und zwar ausgehend von einer Bemerkung, die Derrida in seiner Grammatologie macht. Dort heißt es: „[…] die Spur, von der wir sprechen ist so wenig natürlich (sie ist nicht das Merkmal, das natürliche Zeichen oder das Indiz im Husserlschen Sinne) wie […]

Symptom Design / Kurt Forster / Above the trash… (Italienisch)

Design fordert Aufmerksamkeit und vermittelt Botschaften über Objekte. Als Sprache der Dinge wider setzt sich Design der Sprache als solcher. Der „linguistic turn“, wenn es ihn jemals gegeben hat, spielt im Vergleich zu seiner objektiven Reichweite und seiner subjektiven Macht eine eher untergeordnete Rolle. Ein Beispiel dafür, wie Werbedesign Sprache über das Ziel hinausschießt und […]

Symptom Design / Christoph Baumberger / Gebaute Zeichen

In meinem Vortrag entwickle ich eine Theorie der Symbolisierungsweisen von Bauwerken. Vorbereitend argumentiere ich dafür, dass Bauwerke als Symbole funktionieren können, auch wenn sie sich von paradigmatischen Symbolen unterscheiden. Dies verlangt jedoch nicht nur einen hinreichend weiten Symbolbegriff, sondern auch zusätzliche Symbolisierungsweisen neben der Denotation und Darstellung. Nelson Goodmans Symboltheorie, die zwischen Denotation, Exemplifikation, Ausdruck […]