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Landschaften für Möglichkeiten

Der Charakter des öffentlichen Raumes in den Innenstädten hat sich in den letzten Jahrzehnten radikal verändert. Früher haben sich Alle in einem relativ anonymen Raum, der quasi uns Allen gehörte mehr oder weniger gleich verhalten. Diesen Klassischen öffentlichen Raum gibt es kaum noch. Ein Teil des öffentlichen Raumes gehört in Wirklichkeit privaten Parteien, die die Einrichtung und den Gebrauch bestimmen. Unser Verhalten in diesen Räumen hat sich weitgehend differenziert. Heute finden im öffentlichen Raum die unterschiedlichsten Aktivitäten nebeneinander statt. Viele haben mit Shopping zu tun. Dabei geht es um Aktivitäten und Läden, die den öffentlichen Raum umgeben und unterstützen und zum Erlebnis machen mit Roadshows und Produktpräsentation aber auch um Märkte wo Alternativen und Ergänzungen zur Massenware angeboten werden, wie Bauernmärkte, Weihnachtsmärkte und Ostermärkte. Der öffentliche Raum ist sicher immer noch ein Ort für politische Manifestationen und Demonstrationen. Auch traditionelle Rituale und Prozessionen finden immer noch oder sogar vermehrt statt. Diese aber haben neben vielen ähnlich intensiven und ausgeprägten anderen Events eine andere Bedeutung bekommen. Vieles was heute im öffentlichen Raum passiert hat mit Freizeit, Kultur, Identität, Sport und Spiel zu tun. Die Freizeitindustrie ist inzwischen die größte Industrie der Welt. Sie bestimmt unsere Identität mehr als ein Ort. Freizeitaktivitäten bringen Menschen mit spezifischen Interessen zusammen. Die Erlebnisse sind genau so intensiv wie temporär und flüchtig. Konzerte produzieren Soundtracks für unterschiedlichste Zielgruppen.  Individualisierte Sportarten wie Laufen und Skaten verwenden ganz normale Räume in der Stadt. Die Differenzierung der Verwendung führt auch zu einer Differenzierung in der Einrichtung und Gestaltung des öffentlichen Raumes. Organisation, Straßenbelag, Beleuchtung und Infrastruktur für Events ermöglichen und verhindern Aktivitäten manchmal auch fast unmerkbar subtile Art. In Innsbruck sind in den letzten Jahren einige bemerkenswerte öffentliche Räume zu Stande gekommen. Der Film Landschaften für Möglichkeiten zeigt drei davon. Die ArchitektInnen und Architekten – Johannes Wiesflecker, AllesWirdGut und LAAC – erläutern die Hintergründe. 
Gefördert von TWF und Tiroler Sparkasse.

Landschaften für Möglichkeiten / Architekturtheorie.eu

Der Film „Landschaften für Möglichkeiten“ zeigt drei bemerkenswerte öffentliche Räume die in den letzten Jahren in Innsbruck realisiert wurden. Die Architektinnen und Architekten – Johannes Wiesflecker, AllesWirdGut und LAAC – erläutern die Hintergründe und sprechen über die Differenzierung in der Verwendung, die zu einer Differenzierung in der Einrichtung und Gestaltung des öffentlichen Raumes führt.