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Architekturtheorie Eins / Lequeu / Peter Volgger

2.05.2016

Lequeu gilt als bekannter Vertreter theoretischer Entwürfe der architecture parlante der Revolutionsarchitektur. Es passiert einem häufig bei Arbeiten von Jean Jacques Lequeu, dass man erst glaubt zu verstehen, und dann mit dem zweiten Blick doch mehr Rätsel und Fragen entdeckt, als man erwartet hat. Der Vorlesung liegt die These zugrunde, dass sich bei Lequeu etwas finden lässt, das in der Geschichte der Architektur wiederkehrt: das Thema der Transgression, der Überschreitung der Grenzen von Architektur und von deren Regeln. Transgression (in ihren vielfältigen Bedeutungen als transgender, trans-programming oder als Paranoia/Perversion) ist die Produktivkraft hinter den Gestalten und Formen. Lequeu entwirft in seinen Arbeiten neue Bedeutungen und Möglichkeiten, die nicht nur der Regulierung des Alltagslebens dienen. Er schafft mit seiner Architektur Möglichkeitsräume. Er spürt den Triebkräften gesellschaftlicher Veränderungen nach und entschlüsselt deren Sinngehalte. Seine ‚Architekturen’ sind „Träume einer Gesellschaft“, „Hieroglyphen“, deren Entzifferung den Grund der sozialen Wirklichkeit darbietet.

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