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Architekturtheorie Eins / Americanness / Bettina Schlorhaufer

29.05.2017

„Americanness“
Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung 1776 hatte Einfluss auf zentrale Überlegungen in Bezug auf das Verständnis von „Americanness“ in der Architektur. Thomas Jefferson (1743–1826), einer der Gründungsväter der USA, dritter Präsident, Staatstheoretiker und Architekt zählte zu den ersten, die sich über Architektur äußerten. Doch erst nach ihm und insbesondere vor dem Hintergrund des Transzendentalismus werden Einfachheit, Sparsamkeit, der beschränkte Einsatz von Ornamenten („nakedness“) und Bezug zur Landschaft zentrale Aspekte der nationalen Architektur abseits der urbanen Ballungsräume. Sie bilden einen Gegensatz zu den Auffassungen, die von Europa nach Amerika gebracht und hauptsächlich in den Städten praktiziert wurden. Die Diskussion um Form und Funktion in der Architektur führten Horatio Greenough, Louis Sullivan und Dankmar Adler in die architekturtheoretische Debatte ein. Die Formel „form follows function“ lässt sich aber nicht auf technologisch-funktionalistische Aspekte verkürzen.

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