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(Deutsch) Architektutheorie Eins SS2020 / Revolutionsarchitektur / Bettina Schlorhaufer

05 25th, 2020
(Deutsch)

 

Mit der Verführungskraft des Wunderbaren – Revolutionsarchitektur 1 (Boullée)

„Die Architektur umschlingt den Betrachter mit der Verführungskraft des Wunderbaren.“
(Nicolas Ledoux)

Die Forschung über die Architektur, die unter dem Begriff Revolutionsarchitektur zusammengefasst wird, ist relativ jung. Der Wiener Kunsthistoriker Emil Kaufmann führte (fast) von Beginn an den kontrovers geführten wissenschaftlichen Diskurs über das Werk von Étienne-Louis Boullée (1728–1799), Nicolas Ledoux (1736–1806) und Jean-Jacques Lequeu (1757–1825?) an. In seinem Buch „Von Ledoux bis Le Corbuser“ (1933) formulierte er Stilkriterien der Revolutionsarchitektur und stellte Le Corbusier in die Tradition von Ledoux.
Die „zweite Renaissance“ der Revolutionsarchitektur wurde genau in der Zeit eingeleitet, in der sich auch die Architekturtheorie als eigenständiges Fach an den Universitäten etabliert wurde. 1967 lud Oswald Mathias Ungers als Professor an der TU Berlin zu einem Symposium, in dessen Zentrum das Œuvre von Boullée und Ledoux stand.

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