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ZAHA PERFORMT: Eine Frage des Spiels / Viviane Brix

14.09.2021

Diese Masterarbeit beschäftigt sich mit der Systemtheorie der Gesellschaft von Niklas Luhmann und der Theorie über das Funktionssystem der Architektur von Patrik Schumacher, welche auf Niklas Luhmanns Systemtheorie der Gesellschaft aufbaut. 

Das Kapitel System soll dem Leser einen Überblick über diese beiden Theorien geben. Es werden Zusammenhänge zwischen den beiden Theorien aufgezeigt und es erfolgt eine kritische Auseinandersetzung. Im Anschluss wird eine Verbindung zwischen der Systemtheorie der Gesellschaft, der Theorie über das Funktionssystem der Architektur von 

Schumacher und dem Konzept des Sprachspiels von Ludwig Wittgenstein hergestellt. Dieses Sprachspiel liefert die Fragestellungen für die darauffolgenden Kapitel. Diese Masterarbeit ist ein Sprachspiel, welche Denkanstöße liefert oder um es mit Ludwig 

Wittgensteins Worten auszudrücken: 

„Ich möchte nicht mit meiner Schrift Andern das Denken ersparen. Sondern, wenn es möglich wäre, jemand zu eigenen Gedanken anregen.“ (Wittgenstein und Schulte 2019: 9) 

Das darauffolgende Kapitel Schumachers Zeichnung beschreibt verschiedene Kommunikationsmedien anhand Niklas Luhmanns Auffassung. Danach wird auf Patrik Schumachers Definition der Zeichnung eingegangen, welche das Kommunikationsmedium des Systems der Architektur ist. Der Leser wird erkennen, dass mit dem Kommunikationsmedium Zeichnung ein Spiel gespielt werden kann. Denn wie es ein Sprachspiel gibt, so gibt es ein Spiel der Zeichnung. 

Im Kapitel Zaha performt wird davon ausgegangen, dass jeder Spielzug im Spiel der Zeichnung ein Handeln ist. Zuerst erfolgen ausführliche Definitionen der Termini Performance, performativ, Performativität und Performanz. Anschließend wird die Handlungsebene der Zeichnung erläutert und untersucht, welches Spiel Zaha Hadid und das System Zaha Hadid Architects spielen, um ihre Architektur ausführen zu können. 

Diese Masterarbeit ist ein Sprachspiel, welches sich der Frage nach dem Spiel widmet. 

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass in dieser Masterarbeit aus Gründen besserer Lesbarkeit auf gendergerechte Sprache verzichtet wird. Sämtliche personenbezogene Bezeichnungen sind geschlechtsneutral zu verstehen. Sowohl für die männliche als auch die weibliche Form wird die männliche Form verwendet. 

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